Jugendhütte Hörbach

Geschichte unserer Jugendhütte:

            Die alte Hütte             Wir sagen Danke...

    Die neue Hütte           Wir sagen Danke...

Der Generationenwechsel

 

In einer im Jahre 1992 abgehalten Jugendbürgerversammlung wurde von Thomas Britzelmair der Wunsch nach einer Bleibe für die Jugendlichen in Hörbach geäußert.

Nach Lage der Dinge konnten sich nämlich die Jugendlichen in Hörbach nirgends aufhalten, ohne dass sich jemand aufregte. Auf dem Vorplatz der Kirche, wo sich der heutige Dorfplatz befindet, war man nicht gerne gesehen. Auf der Brücke an der Luttenwanger Straße war der Verkehr hinderlich. Die „Rundhütte“ auf dem Spielplatz vom Kindergarten wurde als Tabuzone erklärt und die Brücke am Schulweg war auch keine gute Lösung.

Im Gemeinderat Althegnenberg wurde die missliche Lage der Jugendlichen im Mai 1993 diskutiert. Eine Lösung war jedoch nicht in Sicht.

Einige Tage nach dieser Sitzung erzählte Gemeinderat Reiner Dunkel bei einer Geburtstagsfeier dem anwesenden Zimmerer, Thomas Sedlmayr, aus Haspelmoor das Dilemma der Jugendlichen in Hörbach. Dieser wiederum äußerte, dass auf seinem Grundstück in Haspelmoor eine „alte Hütte“ stehen würde. Diese hatte sein „Opa“ erbaut. Er wäre froh, wenn er die Hütte loswerden könnte, da er eine neue für seine Kinder bauen möchte. Die „Hütte“ könnten die Jugendlichen kostenlos übernehmen. Sie müßten sie nur selbst abbauen und irgendwie nach Hörbach transportieren.  Deshalb war der Handel schnell ausgemacht, zumal ein Platz für die Hütte auf dem Grundstück der Familie Dunkel hinter dem Feuerwehrhaus in Hörbach als idealer Standort zur Verfügung stand.

Auf den darauffolgenden Wochenende startete eine Abordnung von 10 – 15 Jugendlichen aus Hörbach, sowie  Reiner Dunkel und Simon Sandmeir, nach Haspelmoor um die „Hütte“ zu besichtigen. 

 Die Jugendlichen waren begeistert.

Einen Tag später wurde die „Hütte“ in mehrere größere Teile zerlegt und von Simon Sandmeir mit dem „Gummiwagen“ einem „Schwertransport“ gleich nach Hörbach transportiert. Die Teile wurden zunächst auf dem Grundstück des künftigen Standortes abgelagert. Ende August 1993, kurz vor dem Ende der Sommerferien, wurde die „alte Hütte“ dann in Gemeinschaftsarbeit der Jugendlichen unter der Anleitung von Simon Sandmeir aufgebaut.

Seitdem treffen sich die Jugendlichen aus Hörbach und ihre Freunde aus der näheren Umgebung fast täglich zu jeder Jahreszeit in unserer Hütte.

Apropos Jahreszeit! Im ersten Winter (Bbrrrr.... der war kalt) sah man in der Hütte so manches Mal in Wolldecken eingehüllte Gestalten im diffusen Schein der Kerzenlichter vor sich hin frieren.

Um der Kälte zu trotzen, wurden elektrische Heizöfen organisiert, deren elektrische Versorgung wiederum von den Nachbarn Anton Kistler und Karl Lais gewährleistet wurde.

Um in der Hütte Strom für Licht und Musik (Autoradio) zu haben wurde im kommenden Jahr vom BUND-Naturschutz eine Voltaikanlage angeschafft und den Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Die tagsüber erzeugte Energie wurde in einer von Erwin Zitzenzier (sen.) bereitgestellten speziellen Batterie gespeichert. Karl Lais verlegte die elektrischen Leitungen und montierte Anzeigegeräte, an denen der erzeugte Strom, der gespeicherte Strom und der Stromverbrauch von den Jugendlichen abgelesen werden konnte.

Im Laufe der Zeit wurde auch die Innenausstattung mehrmals  ausgewechselt und erneuert. Ein Lagerfeuerplatz wurde eingerichtet. 

In den folgenden Jahren war die „Hütte“ immer wieder Treffpunkt für Geburtstagsfeiern, Weihnachts- und Sylvesterfeiern. Man traf sich zum Grillen oder vereinbarte sich zum Wegfahren nach „Boandl“ oder anders wohin. Ja sogar Faschingsfeiern wurden organisiert. Es war und ist halt immer was los.

Auch wenn‘s manchmal mit der „Sauberkeit“ und „Ordnung“ in der „Hütte“ oder drum herum haperte. Irgendwann fanden sich immer wieder Jugendliche, welche die „Hütte“ reinigten und aufräumten.

Wir sagen Danke...

 an Reiner Dunkel für seine Idee und sein Engagement sowie für das Grundstück, das er uns zur Verfügung gestellt hatte.

 an Simon Sandmeir für seine Hilfe beim Abbau, Transport und Aufbau der alten Hütte

 an Herrn Thomas Sedlmayr Zimmerei in Haspelmoor für die kostenlose Überlassung der Hütte

 an den BUND Naturschutz für die Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung

 an Karl Lais für die Installation der Stromversorgung

 an Erwin Zitzenzier (sen.) für die Bereitstellung einer aufladbaren Spezialbatterie

 an  alle die uns in sonst einer Weise geholfen und unterstützt haben, insbesondere aber auch

 an alle Nachbarn für ihre Geduld mit uns und ihr entgegengebrachtes Verständnis.

 

Die neue Hütte

Sorgen machten sich die Jugendlichen im Frühjahr 1997, als das Grundstück von der Familie Dunkel an die Gemeinde Althegnenberg verkauft worden war. Erstens sahen sie den Weiterbestand der „Hütte“ gefährdet und zweitens war die „Hütte“ in einem so desolatem Zustand, dass sie erneuert werden musste.

Bürgermeister Hilscher und der Gemeinderat Althegnenberg beruhigten die Jugendlichen und garantierten den Weiterbestand der „Hütte“.

Daraufhin wandten sich die Hörbacher Jugendlichen mit der Bitte an den Schützenverein Hörbach, die Federführung bei einem Neubau einer „Jugendhütte“ zu übernehmen.

Peter Neubauer, alias „Pesche“, ergriff als 1. Vorsitzender und Schützenmeister des Hörbacher Schützenvereines die Initiative und trat mit dem Anliegen der Jugendlichen an die Gemeinde Althegnenberg heran.

In seiner Sitzung am 28.05.1998 gestattete der Gemeinderat  Althegnenberg der Hörbacher Jugend, eine neue, etwas größere Hütte unter der Regie von Peter Neubauer an gleicher Stelle zu errichten. Die Stromversorgung wird vom Feuerwehrhaus nebenan gewährleistet. Die entstandenen Materialkosten wurden von der Gemeinde Althegnenberg übernommen.

Im August 1998 war es dann soweit. Die „alte Hütte“ wurde abgerissen und die „neue“ aufgebaut.

Der Generationenwechsel

Seitdem fühlen sich die Jugendlichen noch wohler in ihrer Hütte. Ein Beleg dafür, ist die ständige Anwesenheit der Jugendlichen. Der große „Renner“ sind dabei die Spielenachmittage und –abende. Aber auch Sportsendungen wie Formel 1 und Fußball werden regelmäßig gemeinsam im vorhandenen Fernsehgerät angeschaut. Video und Videospiele sind selbstverständlich.

Derzeit findet auch ein kleiner Generationenwechsel in der Hütte statt. Am besten läßt sich dies an den Fortbewegungsmitteln, die vor der Hütte geparkt werden feststellen.

Erst kam man mit den Fahrrädern – dann wechselte man aufs Mofa oder Moped – später parkten die Pkw’s!

Jetzt geht’s wieder von vorne los. Die ersten Fahrräder sieht man schon wieder vor der Hütte stehen.....

Wir sagen Danke...

 an Peter Neubauer (Pesche) für seine Initiative, die Bauleitung, die Polierarbeiten und den Schützenverein Hörbach Kamin für die Hütte

 an die Gemeinde Althegnenberg für die Genehmigungen und die Kostenübernahme für das  Material

 an die Firma Obermaier Schreinerei in Hörbach

    für die gespendeten Fenster und Türen, für die Benutzung der Schreinerei und für die geleisteten Schreinerarbeiten

 an die Firma Britzelmair Hörbach Heizung, Ölfeuerung, Sanitär Installation

      für das Isoliermaterial und die Müllentsorgung u.a.      

 an die Firma Elektro Helfer Althegnenberg für das Fernseh- undVideogerät, die Satellitenschüssel und die Elektroinstallation

 an   Fa. Ludwig Schmid Althegnenberg  für den Abriss der alten Hütte mit dem Radlader

 an    Herrn Waibel Sport Becke, Fürstenfeldbruck  für die gespendeten Sportartikel zur Versteigerung

 an    Familie Kaindl   für die Benutzung des Traktors und anderer Gerätschaften

 an    die Helfer (beim Hüttenbau)  Franz Kaindl, Franz Schäffler, Reinhard Rasch, Josef Kraus

 an  alle die uns in sonst einer Weise geholfen und unterstützt haben

 Die Jugendlichen aus Hörbach